Premiere in Festhalle: Kabarettist Christian Habekost zieht mit neuem Programm "Der Wellnässer" Tempo und Biss mächtig an.
Er war noch nie einer der langsamen Kabarettisten, noch nie einer der zahnlosen, weich gespülten Comedians. Christian Habekost verlangt stets von seinem Publikum, dass es auf der Hut ist, konzentriert seinen hintergründigen Wortspielereien folgt. Doch mit seinem neuen Programm "Der Wellnässer", das am Freitagabend in der Brühler Festhalle Premiere hatte, unternimmt er einen noch temporeicheren kabarettistischen Parforceritt, der dem Zuschauer und ihm kaum Zeit lässt, einmal durchzuschnaufen.
In einem Wahnsinnstempo galoppiert er querfeldein durch die Gesellschaft, schießt seine spitzen Pfeile ab und trifft dabei sogar immer noch zielsicher ins Schwarze. "Wir waren sicher, die erste Generation in der Menschheitsgeschichte zu sein, die niemals alt wird." Von diesem Gedanken verabschiedet sich sogar der körperlich und seelisch top durchgestylte Wellnässer recht schnell wieder, denn um auf jeder Welle mitschwimmen zu können, muss man eine Menge Ballast abwerfen.