08.01.2010
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Rhein-Neckar-Zeitung
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Barbara Nolten-Casado
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Beschd of
Christian „Chako“ Habekost zeigte, welches Potenzial im hiesigen Dialekt steckt – In der Stadthalle flossen die Lachtränen
Eberbach. Dass jemand seine „Muddersproch“ spricht, ist ja nichts Ungewöhnliches. Dass er diese liebt – auch nicht. Aber mit ihr zu spielen, zu jonglieren, sie lustvoll zu sezieren, kunstvoll durcheinanderzuwirbeln, um sie dann immer wieder auf dem Boden der Kurpfälzer Tatsachen fest zu verankern – dazu bedarf es schon eines Kenners und Könners wie Christian „Chako“ Habekost.
Am Dienstagabend ließ der gebürtige Mannheimer auf Einladung des Kulturlabors in der restlos ausgebuchten Stadthalle wieder einmal die Lachtränen fließen. Vereinzelte, von ratlosem Unverständnis gezeichnete Gesichter gab es allerdings auch: die von „Außergewärtigen“, die sich versehentlich in die zweistündige Ein-Mann-Show für „Lokalpatri(di)oten“ verirrt hatten, trotz des Programmtitels auf den in Eberbach allgegenwärtigen Plakaten: Stand „Beschd of MundArt“ drauf – war „Beschd of MundArt“ drin!
So suhlte sich der promovierte Sprachwissenschaftler, Kabarettist und Musik-Performer also genüsslich in den breitesten Urlauten des Badisch-Pfälzischen, der einzigen rechtsrheinischen Dialektgruppe des Pfälzischen. Und was mit einer hochdeutschen Belehrung über die sensibelste, feinfühligste Sprache des
Universums begann, wurde alsbald zum Kurpfälzer Lautkunstwerk schlechthin, geschaffen aus dem „Stoff, aus dem die Highmat ist“.