Presse

Treffer im Sekundentakt

03.03.2010 - TIP - Hannelore Nowacki - de {Aller}Ärgschd

Christian „Chako“ Habekost eroberte Hans-Pfeiffer-Halle

LAMPERTHEIM – Zuviel gut riechen? "Geht ja net". Und zuviel gute Stimmung? Geht auch nicht. Lachen bis die Tränen kommen, das Zwerchfell krümmen, bis nach fast drei Stunden und der letzten Zugabe der "viel-osofisch dialektische" Spaß in der dunklen Februarnacht auf dem Nachhauseweg nachleuchtet. Christian "Chako" Habekost hat seine rund 800 Zuhörer in der ausverkauften Hans-Pfeiffer-Halle am vergangenen Samstagabend einer schonungslosen Gute-Laune-Kur unterzogen. "De Allerärgschd" ist sein neues Programm und Rezept gegen jede Krise. Alles ist irgendwie ärger heutzutage! Die MundArt-Comedy mit Kult-Kabarettist Chako Habekost verdient eine weitere Steigerung: "arg unterhaltsam". Und verständlich auch für arglos hochdeutsche Ohren - ein Kurpfälzer Dialektfeuerwerk in der Veranstaltungsreihe "cultur communal" der Stadt Lampertheim.

Selbsthilfegruppe in der Hans-Pfeiffer-Halle

01.03.2010 - Lampertheimer Zeitung - Tommy Dietrich - de {Aller}Ärgschd

Kurpfälzischer Kult-Komiker Christian Habekost erteilt die Lizenz zum Lachen

Das Adjektiv "arg" wird in seiner Steigerung zu "ärger" und "ärgste". Es bedeutet nichts anderes als "krass", "extrem" oder "außergewöhnlich". Ein solche, wirklich außergewöhnliche Nummer brachte am Samstagabend der kurpfälzische Kult-Komiker Christian "Chako" Habekost in Lampertheim auf die Bühne. Sein neues Programm "De Allerärgschd" (auf hochdeutsch: der/die/das Allerärgste) riss die Besucher der Hans-Pfeiffer-Halle förmlich von den Sitzen.

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "cultur communal" der Stadt Lampertheim hatten die Verantwortlichen mit dem MundArt-Comedy-Star und Kabarettisten Christian Habekost eine nationale Showgröße in die Spargelstadt locken können. Mit seiner Antwort auf Finanzlöcher und Gesellschaft in seiner unnachahmlichen pfälzischen Mentalität und einem Rundumschlag gegen Krise und Dummgebabbel bescherte der Künstler dem Publikum einen humorvollen Abend.

Wortakrobat singt Loblied auf die "Kurpälzer"

01.03.2010 - Südhessen Morgen - Ja - de {Aller}Ärgschd

Christian "Chako" Habekost begeistert rund 800 Zuschauer in der Hans-Pfeiffer-Halle mit seinem neuen Programm "De (Aller)Ärgschd"

Lampertheim. "Frieher hätt's des net gewwe" würde der alte Weinfestbesucher sagen, dass man in Lampertheim über jemanden, "dä wu vunn iwwer de Holland kimmt, so lache duut." Doch Christian alias "Chako" Habekost riss die rund 800 Zuschauer in der Hans-Pfeiffer-Halle mit seinem gerade zwei Wochen alten Programm, "De (Aller)Ärgschd" zu Lachsalven hin.

Der Mann mit dem verschmitzten Charme, dem es gelingt, das gern als ordinär verschmähte, kurpfälzische Idiom salonfähig zu machen, nahm das Publikum vom ersten Moment an für sich ein. Der gebürtige Mannheimer stimmte unter dem Motto "Ohne Kurpälzer geht nix" ein wahres Loblied auf die Region und die hiesige "Schprooch" an. Er zeigte spirituelle Wege aus der Krise auf und berichtete über Streitigkeiten mit em heimwerkenden Nachbarn am neuen Wohnort Bad Dürkheim. Das Publikum wurde flugs in eine Selbsthilfegruppe für männliche Hypochonder integriert und bekam erklärt, wie sich die Pfälzer heute noch an den Franzosen für den Erbfolgekrieg rächen: indem sie ihren Kindern französische Vornamen geben, die sie dann in Mundart aussprechen wie "Schaggeline".

Mundartistische Selbstreflexion "vunn do"

15.02.2010 - Mannheimer Morgen - Jörg-Peter Klotz - de {Aller}Ärgschd

Kabarett: Christian „Chako“ Habekosts Premiere mit „De Allerärgschd“ wird im ausverkauften Capitol mehrfach bejubelt

Gesundes Verhältnis zur „Metropolreligion“: Christian „Chako“ Habekost, der das kurpfälzische Treiben neuerdings von der Weinstraße aus verfolgt. BILD: RINDERSPACHER
Gesundes Verhältnis zur „Metropolreligion“: Christian „Chako“ Habekost, der das kurpfälzische Treiben neuerdings von der Weinstraße aus verfolgt. BILD: RINDERSPACHER

Christian „Chako“ Habekost hat seine Ziele erreicht. Nicht nur, dass die Zuschauer der offiziellen Premiere seines zehnten Programms „De Allerärgschd“ gestern Abend im ausverkauften Capitol am Ende ausgiebig jubeln (wie schon das Morgencard-Publikum bei der exklusiven Vorpremiere am Vorabend). Ihm ist auch wieder einmal der schwierige Spagat gelungen, die Vorzüge der Region und seiner Bewohner mit Feuereifer über den grünen Wein zu loben („die Pfalz ist nicht die Toskana Deutschlands, sondern die Toskana ist die Pfalz Italiens“) und trotzdem seinen kurpfälzischen Landsleuten kritisch den Spiegel vorzuhalten.

Mundartistische Selbstreflexion „vunn do“ ist die Methode, die der promovierte Philologe gern in semantisch schillernde Begriffe wie „Lokalpatr(id)iotismus“ oder „Metropolreligion Rhein-Neckar“ gießt. Dieses Mal ist das Hauptmotto „De Allerärgschd“, das Habekost bis zu seinen germanischsten Wurzeln herunterdekliniert, um zu demonstrieren, wie sonnige kurpfälzische Gemüter etwas, das ursprünglich schlimm, böse oder schlecht heißt, positiv umzudeuten wissen. So werden die Allerärgsten zu den Allergrößten. Und wir seien schon so „medimeran“, dass eigentlich gleich hinter Lützelsachsen das Mittelmeer beginnt.
Wobei der Dialekt den meisten „Außergewärtigen“ zu arg ist, bis zum Ohrenbluten. Dem setzt „Chako“ schon früh im Programm einen seiner fulminanten Mundart-Raps entgegen, mit dem flammenden Bekenntnis „Isch bin vunn do“.

"Sin äfach nur die Allerallerärgschde"

05.02.2010 - Schwetzinger Zeitung - ch - de {Aller}Ärgschd

In der Festhalle: Christian "Chako" Habekost mit der Premiere seines neuen Programms "De Allerärgschd" / Drei ausverkaufte Veranstaltungen

Nicht bloß ein bisschen Habekost, sondern gleich dreifach Programmpremiere von ihm gibt es in der Festhalle, die an allen Abenden ausverkauft ist.
Dreifach ausverkaufte Programmpremiere in Brühl. Bild: Lenhardt

Brühl. "Mir sin ned unbedingt die Beschde vun de Stärkschde, mir sin äfach nur die Allerallerärgschde", da ist sich Christian "Chako" Habekost schnell und hörbar mit seinem Brühler Publikum einig. Und das bedeutet für den Künstler, der immer wieder elegant zwischen Kabarett und Comedy wechselt, auch, zur Premiere seines neuen Programms in der Brühler Festhalle "des Aller-ärgschde" zu probieren. Zum Auftakt heißt das: zweieinhalb Stunden Unterhaltung zwischen Schenkelklopfer und Tiefsinnigem. Halt zwischen den Polen für Jeden etwas. Das könnte schnell in flachwitziger Beliebigkeit enden, doch Habekost gelingt das Kunststück, die Extreme meisterlich zu vereinen und letztlich ein gelungenes neues Programm aus einem Guss zu präsentieren.